Agiles Testen – Vorteile, Herausforderungen und Möglichkeiten für eine bessere Zusammenarbeit

Warum agiles Testen immer relevanter wird

Time-to-Market ist aktuell der dominierende Wettbewerbsfaktor. Durch Einsatz agiler Entwicklungsmethoden wie Scrum, Kanban, XP und Co. kann die Time-to-Market erheblich verkürzt werden – bei gleichzeitig besserer Ausrichtung an den Kundenanforderungen und ohne an Qualität einzubüßen. Das sind die Versprechen der Methoden und gleichzeitig die Erwartungshaltungen der Anwender.

In und um das Rhein Main Gebiet / Frankfurt, Wiesbaden, dem Wirkungskreis als Softwaretester des Autors, spielt die Ablösung von Mainframeserver Anwendungen und PSD2 eine Rolle bei Banken und Versicherungen. Das Knowhow für diese Anwendungen ist gesucht und neue Lösungen müssen zwingend etabliert werden. read more

Testprozess-Optimierung für Testmanager: erste Fragestellungen

In dieser Checkliste werden erste Fragestellungen für eine Optimierung von Testprozessen in Softwareentwicklungsprojekten gegeben. Die Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dient in Projekten als erste Basis für den Testmanager. Auf Besonderheiten in agilen Softwaretests wird eingegangen..

  1. First things first
    Was sind die wichtigsten Themen für den Test, optimal je nach Risiko strukturiert?
    Was sagt das Management als Antwort auf die Frage “Was braucht man als Testmanager, um hier erfolgreich zu sein?” Das Management muss mit an board sein und den Erfolg des Testmanagements unterstützen. Dazu sollten diese Fragen zwingend geklärt werden. Ein stillschweigendes “Wir wissen Bescheid” führt in der Regel zu Missverständnissen.
  2. Papierlage checken
    Gibt es ein freigegebenes und aktuelles Testkonzept?

    Wenn ja: dann sollte mit hoher Prio durchgearbeitet werden und auf Lücken analysiert werden. Eine allzu formelle Beharrung auf diese Papiere führt jedoch meist nicht weiter! Es sollte immer mit den zentralen Stakeholdern eine gute informelle Kommunikation gesucht werden, denn diese Testkonzepte werden meist anfänglich erstellt, und sind oftmals stark überholungsbedürftig.
  3. Klarheit schaffen
    Besteht Transparenz über die Testobjekte?
    Programme, Features, Stories, Funktionen, Schnittstellen etc. sind klar?
    Die Systemlandschaft ist Transparent: SAP-Module, Desktop bzw. Mobile-Frontends, 3rd Party Infrastruktur-Frameworks, Test-Tools, ALM-Tools und Hilfsprogramme, Schnittstellen-Broker etc
    Branchen- und Firmenstandards oder Richtlinien sind abgedeckt?
    Ist ein effektives Fehlermanagement eingerichtet? Ein kompliziertes Thema, das immer individuell ist. Unter anderem sind hier wichtig:
  4. Werkzeuge, die das Leben einfacher machen sollen
    Gibt es eine einheitliche Toolunterstützung mit Zugriff der Anwender, Tester, Entwickler und ggf. für das Management?
  5. Melden macht frei – aber richtig.
    Existiert ein einheitliches Fehler-Meldeschema?
  6. KISS – Keep it simple and st….
    Ist die Testfall-Definition klar? Ist eine möglichst einfache und wiederverwendbare Strukturierung ist wünschenswert und sind die Testfälle ggf. für dritte Personen ausführbar? Das Testmanagement sollte sich die Testfälle, die es ggf. schon gibt, einmal ansehen.
  7. Klare Strukturen
    Die Kommunikationswege sind klar und werden eingehalten?
  8. Klare Kennzahlen
    Das Reporting und entsprechende Kennzahlen sind definiert?
    Hierbei ist oftmals weniger mehr . Eine einfache Erhebung und eine stetig verfügbare aktuelle Datenlage ist für einen transparenten bzw. reifen Testprozess unerlässlich. Beispiel: Gesamtanzahl Testfälle / Sprit (je nach Feature), Anzahl offene, abgeschlossene, blockierte Testfälle, Testergebnis: fehlerhaft bzw. bestanden
  9. Klar ist, was wichtig ist
    Die Prioritäten der Testfall-Abarbeitung sind klar kommuniziert und mit dem Management abgestimmt?
    Empfehlenswert: Kritische Bugs, Neue Funktionen, Fehlernachtests von Bugs mit Prio < kritisch
  10. Reibungsloses Bugfixing braucht ein gutes Konfig-Management
    Ist das Konfigurationsmanagement effizient und effektiv im Einsatz?
    Gerade bei komplexen Systemlandschaften z.B. im SAP-Umfeld mit unterschiedlichen Customising, Entwicklungs-, Test- und QS-Systemen sowohl auf Kunden und Entwicklerseite, kann dies schnell zu einem Blocker und einer Fehlerquelle werden.
  11. Vorsicht vor Allgemeinplätzen bei den Testendekriterien
    Was sind die Abnahmekriterien und wann ist ein Test erfolgreich beendet?
    Gerade bei agilen Softwareprojekten kann hier Konfusion und Streit entstehen um die Qualität, denn das Testendekriterium “alle Testfälle sind erfolgreich gelaufen” ist unrealistisch und nicht erfüllbar. Besser ist eine Mischung aus einem Prozentsatz mit positivem Ergebnis der definierten und abgenommenen Testfälle mit der Priorität “hoch” o.Ä.  Die Akzeptanzkriterien der User Stories müssen klar sein – hier ist ein erfahrener agiler Coach ggf. notwendig, Allgemeinplätze wie “Alle Tests sind bestanden, die Funktion funktioniert korrekt” – auf Story-Ebene – führen als Akzeptanzkriterium oftmals zu Schwierigkeiten.
    Dokumentation sauber und vollständig.
  12. Beweise sammeln
    Ist die Dokumentation sauber?
    Bei agilen Projekten in “heißen Projektphasen” oder bei Projekten mit Schieflage mit hohem Zeitdruck: Beweise sind hier besonders wichtig, für eine Absicherung der Softwarequalität und zur Vermeidung von juristischen Projektrisiken. Darauf sollte das Testmanagement also besonders achten. Testfälle müssen nicht veränderbar, an die Freigeber kommuniziert, möglichst abgenommen (“Freigabe-Zertifikate”) und vollständig archiviert werden

Erste Fragen für das Testmanagement

Viele dieser formulierten ersten Fragestellungen sind die Basis eines Testkonzepts. Ein effektives und wohl durchdachtes Konfigurations- und Testmanagement ist eine solide Basis für eine Steigerung des Reifegrades von Softwareentwicklungsprojekten.
Gerade bei agilen Softwareentwicklungsprojekten, bei denen wenig dokumentiert wird, ist ein besonderes Augenmerk auf das Testmanagement zu legen, denn z.B. können mangelhaft dokumentierte Testergebnisse hohe Projektrisiken nach sich ziehen. read more

Was sind digitale Nomaden?

Wenn man sich mit digitaler Kompetenz beschäftigt, ist es sinnvoll  einen Trend in der Gesellschaft näher zu beleuchten: digitale Nomaden. In diesem Beitrag erfahren Sie mehr darüber.

Was treibt digitale Nomaden an?

Statusdenken und hip ist heute nicht mehr das hochwertige PKW. Sondern ein eigenes Start-up. Unternehmertum ist genau wie Technologie cool geworden. Heute sind in den Köpfen der Millennials Nerds keine blassen Brillenträger vor großen Computerbildschirmen mehr, sondern eher coole und selbstwirksame Persönlichkeiten mit einem MacBook.

Ein weiterer Trend treibt digitale Nomaden an: der Trend zum Minimalismus. Im Minimalismus, geht es in einer post-kapitalistischen Weltanschauung darum, die wachsende Unzufriedenheit im Alltag, die durch Streben und Verlangen nach materiellen Besitz nicht nachlässt, zu erkennen und aufzulösen. Minimalisten wollen keinen Besitz, der sie abhängig macht. Sie wollen frei sein. Sie wollen frei reisen und frei über die eigene Zeit entscheiden können. read more

Treffen Sie uns auf dem DFC in Frankfurt am Main am 1.3! Wir laden Sie ein!

Hallo liebe Leser,

kennen Sie den wichtigsten Megatrend weltweit? Digitalisierung! Doch wie führt sie zu einem höheren Umsatz, reduzierten Kosten, schnelleren Prozessen und vor allen Dingen einer höheren Sicherheit? Wir möchten Sie zu Hessens größter Kongressmesse zum Thema Digitalisierung einladen, dem

Digital FUTUREcongress am 1. März 2018 in die Messe Frankfurt.

Auf unserem Messestand K4 präsentieren wir Ihnen die neusten Trends und Lösungen zum Thema Innovationsentwicklung und Industrie 4.0. Insgesamt erwarten Sie 40 Vorträge, Top-Keynote Speaker, 14 Workshops und über 140 Aussteller zu vielen spannenden digitalen Herausforderungen. read more

Jobs to Be Done (JTBD) – Basics und Mehrwerte

Hallo Eckhart, vielen Dank für die Teilnahme im Experteninterview. Wir haben uns im Heimathafen Wiesbaden beim Donnerstalk kennengelernt. Du hast über den, zumindest im deutschsprachigen Raum, noch nicht sehr weit verbreiteten Denkansatz von Jobs to Be Done (JTBD) gesprochen. Das war sehr spannend.

Eckhart hat bei der Übersetzung des Buchs von Clayton M. Christensen “Competing Against Luck” als fachlicher Berater mitgewirkt – wir haben also im Blog einen Experten für JTBD gewinnen können. read more

New Work – Hype und Chance. Ein Gespräch.

NEW WORK! NEW WORK!
Heute im Experteninterview VOM DIGITITALISIERUNGSBLOG (DB) spreche ich mit Johann Hinterauer (JH). Joan coacht Unternehmer*innen und begleitet Organisationen zum Thema NEW WORK. NEW WORK hat natürlich auch mit der Digitalisierung einige Schnittmengen und deshalb freue ich mich ganz besonders, dass Joan heute im Interview einige Fragen zu diesem großen Thema beantwortet.

DB:

Du veranstaltest jetzt schon zum zweiten Mal Lernreisen (die NEW WORK ROAD TRIPS & die PERSPEKTIVREISE MITTELSTAND), bei denen du interessierte Unternehmer, Angestellte und Berater mit innovativen Pionierunternehmen des neuen Arbeitens zusammen bringst. Eure nächste Lernreise bringt euch unter anderem nach Wiesbaden. Dazu hätte ich einige Fragen.

Wie bist du selbst auf das Thema NEW WORK gekommen bzw. was fasziniert dich daran?

JH:

Ich komme total quer. Ich bin 2015 mit einem Angebot in die Geschäftsführung zu wechseln, aus dem Karriere-Hamsterrad ausgestiegen. Danach war erstmal unklar, wie es weitergehen würde. Ich wollte eine Auszeit, um meinen Kurs im Leben neu zu bestimmen. In dieser Auszeit wurde ich von Frederic Laloux’s Buch, Reinventing Organizations, tief berührt und inspiriert. Das Buch erweckte in mir eine Sehnsucht, die ich im Laufe der Jahre in klassisch hierarchisch geführten Unternehmen aufgebaut hatte. Von dem Moment an war klar, ich werde mit voller Kraft versuchen, dieses neue Bild von Unternehmen zu verbreiten. read more

Was ist Lean Innovation – Vorteile, Tools, Kosten

Innovationen liegen nicht auf der Strasse. Sie müssen entdeckt werden. Lean Innovation soll Innovation schneller und schlanker machen. In diesem Beitrag erfahren Sie mehr darüber.

Lean Innovation verbindet viele Gemeinsamkeiten mit lean Management. Es soll ohne viel Verschwendung zu neuen Produkten und Geschäftsmodellen gekommen werden.

Lean Innovation folgt dabei einigen Grundsätzen:

  1.       Mensch zentriert – Der Mensch steht im Mittelpunkt.
  2.       Fokussiert – Suchen und Finden von Problemen am Markt ist das primäre Ziel
  3.       Pragmatisch – Ideen schnell in Prototypen umsetzen und mit echten Kunden testen
  4.       Schnell scheitern – schlechte Ideen früh erkennen
  5.       Flexibel bleiben Skalierungsphase

Fokus bei lean Innovation ist die Lerngeschwindigkeit. Und dabei kann es zunächst nicht um reine Profite gehen. Grundgedanke ist: ein echtes Problem am Markt finden, ist wertvoller als eine Lösung entwickeln. Dabei geht es um Quantität vor Qualität. Lieber viele Lösungen testen und sich nicht früh auf eine Lösung versteifen. read more

Podcast Nr. 1: Digitalisierung und Innovation in etablierten Unternehmen

Hören SIe Folge 1 vom digitalisierungsblog.de Podcast .  Dem Podcast über Innovation, Trends und Technologien. Heute gibt es hier ein Experteninterview zum Thema Digitalisierung und Innovation in etablierten Unternehmen.

Mit dabei ist der innovationserfahrene Experte für Payment und Zahlungsverkehr Marian Fromm.

Marian beantwortet im Interview unter anderem folgende Fragen.

  • Welche Probleme oder Herausforderungen gibt es mit der Innovation im Finanzsektor?
  • Welche Rolle spielen die gehypten fintechs im Bankensektor?
  • Wo siehst du die etablierten Banken in 5 Jahren?
  • Wie steht es bei den Banken in Richtung agile Organisationen – also einem Umbau der Hierarchie?
  • Welches Mindset benötigen Banken aus deiner Sicht vor gegenüber Innovation?
  • Welche Rolle spielen für dich Räume für Innovation?
    Man sieht ja häufig, dass Innovation eher in einem spielerischen Umfeld gedeiht.
  • Hättest du eventuell ein paar Tipps für mehr Innovation in etablierten Organisationen?
  • Was hältst du von innovationslabors? Also neuen kleinen agilen Einheiten,
    die Innovation in die grosse Organisation bringen sollen?
  • Was assoziierst du mit den Begriffen Business-Theater und Innovations-Inszenierungen?
  • read more

    Der Nutzen von E-Learning für Startups und Kleinunternehmen

    Das Thema E-Learning wurde in den letzten Jahren immer populärer und hat nicht zuletzt auch, zu mindestens teilweise, an den Schulen, Hochschulen und in den Unternehmen Einzug gehalten. Viele Lerninhalte werden den Schülern, Studenten oder Mitarbeitern bereits über Online-Plattformen vermittelt.

    Aber auch öffentliche Weiterbildungsplattformen werden immer beliebter und digitale Informationsprodukte, beispielsweise Kurse über Abnehmen oder Programmierkurse werden mehr und mehr gekauft. Es hat sich eine ganze Industrie gebildet. read more