Was ist Lean Innovation – Vorteile, Tools, Kosten

Innovationen liegen nicht auf der Strasse. Sie müssen entdeckt werden. Lean Innovation soll Innovation schneller und schlanker machen. In diesem Beitrag erfahren Sie mehr darüber.

Lean Innovation verbindet viele Gemeinsamkeiten mit lean Management. Es soll ohne viel Verschwendung zu neuen Produkten und Geschäftsmodellen gekommen werden.

Lean Innovation folgt dabei einigen Grundsätzen:

  1.       Mensch zentriert – Der Mensch steht im Mittelpunkt.
  2.       Fokussiert – Suchen und Finden von Problemen am Markt ist das primäre Ziel
  3.       Pragmatisch – Ideen schnell in Prototypen umsetzen und mit echten Kunden testen
  4.       Schnell scheitern – schlechte Ideen früh erkennen
  5.       Flexibel bleiben Skalierungsphase

Fokus bei lean Innovation ist die Lerngeschwindigkeit. Und dabei kann es zunächst nicht um reine Profite gehen. Grundgedanke ist: ein echtes Problem am Markt finden, ist wertvoller als eine Lösung entwickeln. Dabei geht es um Quantität vor Qualität. Lieber viele Lösungen testen und sich nicht früh auf eine Lösung versteifen.

Warum lean innovation?

Früher verstand sich Innovationsmanagement als elitärer Zirkel. Das Privileg zum Spinnen von neuen Ideen hatten dabei wenige Manager.  Innovationsmanagement hat eine strategische Ebene, lean Innovation ist operativ und taktisch unterwegs. Das Problem bei klassischem Innovationsmanagement: Manager in größeren Unternehmen sind viel beschäftigt. Die Manager sind dabei mit „Politik“ beschäftigt. Machterhalt und die oftmals großen Egos von Managern sind dabei ein nicht zu verachtender menschlicher Faktor, der Innovation hemmt.

Die Manager denken dabei nicht wie Unternehmer. Vielmehr haben Manager durch die hierarchische Aufbauorganisation und tayloristische Arbeitsteilung nur einen bestimmten Teil zu verantworten. Eine Betriebsblindheit stellt sich ein. Innovationen und radikal neue Geschäftsmodelle, die sich außerhalb des Bisherigen bewegen, sind damit von vornherein schwierig.

Und je größer die Organisationen, desto mehr entfernt sich scheinbar das Denken vom Markt. Und umso schwerer wird Innovation. Als Gegenbewegung wandert heute (lean) Innovation wieder mehr an die Basis des Unternehmens. Hier kommen Kernideen des Lean Managements zum Tragen.

Viele Mitarbeiter bekommen 20 % ihrer Arbeitszeit für eigene Projekte. Die Unternehmen schlagen dabei einige Fliegen mit einer Klappe. Erstens motiviert Eigenverantwortung und die Verwirklichung von „eigenen“ Projekten viele Menschen. Die Arbeitszufriedenheit steigt.

Zweitens kann das Unternehmen einfach schneller und günstiger Innovationen umsetzen.Mehr Innovation durch lean InnovationMehr Innovation heißt auch Wettbewerbsvorteile: Wettbewerber scheuen sich vor Konkurrenten mit hoher Innovationskraft.

Wer zu spät kommt, dem droht auf dem Markt “kreative Zerstörung””. Damit alle Buzzwords im Beitrag vorkommen: lean Innovation hilft gegen digitale Disruption :-).Innovation gegen DisruptionWas unterscheidet klassisches Innovationsmanagement von lean Innovation?

Der klassische Innovationsprozess ist linear. Das Wasserfallprinzip lässt grüßen.

Nichts gegen lineare Prozesse. Bei sicher planbaren und bekannten Problemen sind lineare Methoden aus dem klassischen Projektmanagement sehr effektiv. Doch steife Prozesse und Innovationsmanagement-Elfenbeintürme hemmen Experimente. Und langwierige und teure Entwicklungen für Innovationen, z.B. Apps oder IT. Entwicklungen erst spät dem Kunden zu präsentieren, ist sehr riskant. Diese Problematiken begegnet lean Innovation.

Schematisch sieht ein leaner Innovationsprozess anders aus.lean Innovation ProzessDer Innovationsprozess besteht aus Schleifen. Jede Phase nährt sich aus Erkenntnissen der vor- und nachfolgenden Phasen. Erkenntnisse der Markttests mit Prototypen führen zu neuen oder anderen Ideen. Die Einführung von Produkten erfolgt erst nach einer gründlichen Validierung der Idee am Markt. Auch nach der Einführung geht der Innovationsprozess weiter.

Die Phasen der Ideenfindung, Prototyping und des Markttests sind quasi Design Thinking Challenges und Design Sprints. Die Einführungsphase hingegen kann mit lean Start-up Methoden angegangen werden. Das Motto ist hier “Build – Measure – Learn”.

Bei allen Phasen sind etliche Werkzeuge verfügbar.

Was kostet lean Innovation?

Im Vergleich zu klassischer Innovation ist lean Innovation deutlich schneller und daher auch günstiger. Die Firma Intuit benötigt für 50 Ideen etwas so lang wie für 3 Ideen in einem traditionellen Prozess[1]. Lean Innovation funktioniert, auch in großen Unternehmen.

In kurz getakteten Formaten wie Design Sprints (http://www.digitalisierungsblog.de/design-sprint-basics/) kann mit entsprechenden Werkzeugen in einer, zwei oder drei Wochen ein lauffähiger Prototyp oder ein Minimum Viable Product (MVP) entwickelt werden.

Außerdem sind Tools für digitales Prototyping schnell und günstig relativ günstig. Häufig gibt es sogar kostenlose Testversionen.Tools für lean Innovation

Fazit

Viele Unternehmen wollen innovieren wie ein Start-up. Neue Geschäftsmodelle ausprobieren und experimentieren. Start-ups gelten dabei häufig als Vorbild. Aus meiner Sicht wird hier jedoch auch hier eine Art Start-up-Kult betrieben, denn (fast) jedes Unternehmen kann (mehr agile) Innovation leben.

Kreativität und ein unternehmerisches Mindset sind dabei oft die limitierenden Faktoren, nicht Technologien.

Bei Innovation ist darüber hinaus ein Blick nach außen hilfreich, denn Politik und ein Kreisen um sich selbst fördert die Betriebsblindheit und Trends können somit oftmals einfach verschlafen werden.

Optimalerweise sind Kunden direkt im Innovationsprozess beteiligt. Sowohl Berater als auch Kunden bringen den notwendigen Drive und frischen Input für die Ideen.

Berater, Moderatoren, Workshop-Facilitatoren, Designer und Softwareentwickler als Dienstleister können bei auf schnelle Innovation spezialisierten Unternehmen am Stück beauftragt werden. Wichtig ist bei der Zusammenarbeit mit externen Partnern festzulegen, wie die Nutzungsrechte liegen. Diese sollten bei Ihnen liegen, damit sie rechtlich nicht in Schwierigkeiten laufen.

[1] http://de.slideshare.net/IntuitInc/creating-a-culture-of-experimentation

Glossar

Innovationsmanagement

Innovationsmanagement [-ˌmænɪdʒmənt] ist die systematische Planung, Steuerung und Kontrolle von Innovationen in Organisationen. Im Unterschied zu Kreativität, die sich mit der Entwicklung von Ideen beschäftigt, ist Innovationsmanagement auch auf die Verwertung von Ideen bzw. deren Umsetzung in wirtschaftlich erfolgreiche Produkte bzw. Dienstleistungen ausgerichtet.

Quelle: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Innovationsmanagement&oldid=166681461

Start-up-Unternehmen

Start-up-Unternehmen (auch Startup-Unternehmen; kurz: das Startup bzw. Start-up, von englisch to start up = „gründen, in Gang setzen“) ist ein wirtschaftsgeschichtlich recht neuer Begriff, der ein junges Unternehmen bezeichnet, das vor allem durch zwei Besonderheiten gekennzeichnet wird: Es hat eine innovative Geschäftsidee bzw. Problemlösung – und die Unternehmensgründung erfolgt mit dem Ziel, stark zu wachsen und einen hohen Wert zu erreichen. Die Finanzierung wird dabei häufig wegen der Risiken nicht über klassische Banken organisiert, sondern über Förderbanken und innovative Finanzierungsformen wie etwa Venture- und Seed-Kapital und Crowdfunding.

Quelle: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Start-up-Unternehmen&oldid=168583629

agile Softwareentwicklung

Agile Softwareentwicklung ist der Oberbegriff für den Einsatz von Agilität (lateinisch agilis: flink; beweglich) in der Softwareentwicklung. Je nach Kontext bezieht sich der Begriff auf Teilbereiche der Softwareentwicklung – wie im Fall von Agile Modeling – oder auf den gesamten Softwareentwicklungsprozess – exemplarisch sei Extreme Programming oder Scrum aufgeführt. Agile Softwareentwicklung zeichnet sich durch selbstorganisierende Teams, sowie eine iterative und inkrementelle[Vorgehensweise aus. Es wird versucht, mit geringem bürokratischem Aufwand und Regeln auszukommen und sich schnell an Veränderungen anzupassen, ohne dabei das Risiko für Fehler zu erhöhen.

Quelle: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Agile_Softwareentwicklung&oldid=167940957

Geschäftsmodell

Ein Geschäftsmodell (englisch business model) beschreibt die logische Funktionsweise eines Unternehmens und insbesondere die spezifische Art und Weise, mit der es Gewinne erwirtschaftet.[1][2] Weder in der Wissenschaft noch in der Praxis gibt es eine allgemein akzeptierte Definition.[3] Grundsätzlich soll die Beschreibung von Geschäftsmodellen helfen, die Schlüsselfaktoren des Unternehmenserfolges oder Misserfolges zu verstehen, zu analysieren und zu kommunizieren.

Quelle: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gesch%C3%A4ftsmodell&oldid=165729309

Innovation

Innovation heißt wörtlich „Neuerung“ oder „Erneuerung“. Das Wort ist vom lateinischen Verb innovare (erneuern) abgeleitet. In der Umgangssprache wird der Begriff im Sinne von neuen Ideen und Erfindungen und für deren wirtschaftliche Umsetzung verwendet. Im engeren Sinne resultieren Innovationen erst dann aus Ideen, wenn diese in neue Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren umgesetzt werden, die tatsächlich erfolgreiche Anwendung finden und den Markt durchdringen (Diffusion).[1] Das Gegenteil von Innovation ist die Exnovation.

Quelle: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Innovation&oldid=167798658

Design Thinking

Design Thinking ist ein Ansatz, der zum Lösen von Problemen und zur Entwicklung neuer Ideen führen soll. Ziel ist dabei, Lösungen zu finden, die aus Anwendersicht (Nutzersicht) überzeugend sind. Im Gegensatz zu anderen Innovationsmethoden kann bzw. wird Design Thinking teilweise nicht als Methode oder Prozess, sondern als Ansatz beschrieben, der auf den drei gleichwertigen Grundprinzipien Team, Raum und Prozess besteht.

 

Quelle: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Design_Thinking&oldid=166468446

Lean Startup

Das Grundprinzip von Lean Startup ist, dass jede Idee für die Unternehmensgründung als unbewiesene Hypothese betrachtet werden muss, die erst als sicher gilt, wenn sie empirisch validiert worden ist. Hypothesen, die widerlegt wurden, müssen durch neue ersetzt werden. Erst wenn alle erfolgskritischen Hypothesen validiert worden sind, kann das Startup in die nächste Phase übergehen. Dabei soll die Überprüfung möglichst schnell und kostengünstig erfolgen. Auf diese Weise soll vermieden werden, dass ein Startup Geld und Zeit mit irrelevanten Aktivitäten verschwendet oder auf Grund einer falschen Annahme scheitert.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Start-up-Unternehmen#Lean_Startup

Prototyping (Softwareentwicklung)

Prototyping bzw. Prototypenbau ist eine Methode der Softwareentwicklung, die schnell zu ersten Ergebnissen führt und frühzeitiges Feedback bezüglich der Eignung eines Lösungsansatzes ermöglicht. Dadurch ist es möglich, Probleme und Änderungswünsche frühzeitig zu erkennen und mit weniger Aufwand zu beheben, als es nach der kompletten Fertigstellung möglich gewesen wäre.

Quelle: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Prototyping_(Softwareentwicklung)&oldid=164866159

Crowdfunding

Crowdfunding [ˈkɹaʊdˌfʌndiŋ] (von englisch crowd für ‚(Menschen-)Menge‘, und funding für ‚Finanzierung‘, deutsch auch Schwarmfinanzierung) ist eine Art der Finanzierung. Mit dieser Methode der Geldbeschaffung lassen sich Projekte, Produkte, die Umsetzung von Geschäftsideen und vieles andere mit Eigenkapital oder dem Eigenkapital ähnlichen Mitteln, in Deutschland zumeist in Form partiarischer Darlehen oder stiller Beteiligungen, versorgen. Eine so finanzierte Unternehmung und ihr Ablauf werden auch als eine Aktion bezeichnet. Ihre Kapitalgeber sind eine Vielzahl von Personen – in der Regel Internetnutzer, da zum Crowdfunding meist im World Wide Web aufgerufen wird.

Quelle: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Crowdfunding&oldid=168766033

Crowdtesting

Crowdtesting [kɹaʊd ˈtestɪŋ] bezeichnet das Betatesten von Software durch eine Masse von Testern über das Internet.[1] Als Tester werden vor allem Personen angesprochen, die online Geld dazuverdienen möchten. Beim Testing wird die Intelligenz und Arbeitskraft der sogenannten Crowd (engl. für „Menschenmasse“, „Auflauf“) genutzt. So können beispielsweise Apps und Webanwendungen bereits vor der Markteinführung geprüft werden.

Quelle: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Crowdtesting&oldid=166329389

Kernidee von Lean Management

Lean Management bedeutet „Werte ohne Verschwendung schaffen“. Ziel ist es, alle Aktivitäten, die für die Wertschöpfung notwendig sind, optimal aufeinander abzustimmen und überflüssige Tätigkeiten (Verschwendung, japanisch „muda“) zu vermeiden. Dazu gilt es, das bestehende System aus zwei Perspektiven zu überprüfen und zu verbessern: aus der Sicht des Kunden, dessen Wünsche nach Verfügbarkeit, Individualität, Qualität und Preisgestaltung (Business on Demand) es möglichst optimal zu erfüllen gilt, und aus der Sicht des Unternehmens selbst, das profitabel funktionieren und seine Wettbewerbsfähigkeit verbessern muss. Ergebnis sind Prozesse mit einer hohen Kundenorientierung, da die gezielte und flexible Erfüllung des Kundenwunsches Grundlage für wirtschaftliches Arbeiten und eine hohe Effizienz ist. Genaue Prozessdefinitionen und Schnittstellenbeschreibungen, klare Verantwortlichkeiten, frühes Reagieren auf Fehler und einfache Organisationsmethoden führen zu stabilen Prozessen, aus denen qualitativ hochwertige Produkte entstehen. Im Kern geht es beim Lean-Gedanken um die Vermeidung von Verschwendung jeglicher Art (muda). Dabei werden ursprünglich sieben Arten der Verschwendung unterschieden.

 

Quelle: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Lean_Management&oldid=167215867

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